TALENTCOACHING-Heft Nr. 2: Zusammenarbeit

Talentcoaching-Heft 2: Zusammenarbeit 5 Melide Der Plan »Schloss Neuschwanstein«. Eines Montag morgens kam Judith ganz aufgeregt ins Klassenzimmer. Sie hatte einen Prospekt von »Schloss Neuschwanstein« in der Hand, dem Märchenschloss König Ludwigs II. »Das wäre doch ein toller Schulausflug«, schlug sie vor. Ihr Sitznachbar meinte, die Klassenkasse sei leer. Inzwischen hatten sich weitere Schüler versammelt und einer sagte: »Ich weiß, wie wir trotzdem dahin kommen, und erst noch umsonst«. Dieser kühne Vorschlag kam von Patrick. Er erklärte, dass sie für jede Leistung eine Gegenleistung erbringen müssten. »Wir bieten der Bahn und dem Schloss Neuschwanstein für die Tickets direkt unsere Dienste an«, sagte er. Die Klasse traf sich nach der Schule und begann, den Plan »Neuschwanstein« auszuhecken. Patrick und Judith waren Projektleiter. Für die Tickets wollten sie der Bahn vier Designentwürfe eines »Schul-Waggons« anbieten. Dafür bestimmten sie die talentiertesten Zeichner ihrer Klasse. Dank Patricks Vater, der ein Architekturbüro betrieb, konnten sie die Vorschläge maßstabgetreu und professionell aufs Papier bringen. Dies umsonst, weil sie den Architekten in der Schülerzeitung erwähnen wollten. Für die Verpflegung wendeten sie sich an den Sandwichladen und Familienbetrieb einer Mitschülerin. Als Gegenleistung schlugen sie vor, die Menukarten neu zu gestalten. Schnell boten sich drei Computer-Asse an. Für die Tickets nach Neuschwanstein planten sie eine bebilderte Reportage, die sie in der Schülerzeitung sowie auf der Schloss-Neuschwanstein-Website veröffentlichen wollten. In kürze waren zwei Fotografen und drei begnadete Schreiber bestimmt, die auch gleich die Briefe an die Bahn und den Unterhaltungspark verfassten. Alles verlief streng nach Zeitplan. Wenige Wochen später kam alles so zustande, wie sie es erträumt hatten. Mehr noch. Der Bericht in der Schülerzeitung und jener auf der Website vom Schloss Neuschwanstein lösten so viel Echo aus, dass die Klasse für ihr Projekt sogar im Regionalblatt gelobt wurde. Zusammenarbeit: Aufgabe 2 Die Dynamik aller Talente, das hat Klasse. So wie jeder einzelne Mensch Talente hat, weist auch jede Klasse ihre Besonderheiten auf. Dass Schulklassen schon Firmen gründeten, ist kein Geheimnis. Doch wie gelingt so was? Im Grunde einfach: Geld oder Leistung gegen Leistung oder Ware. Das funktioniert bestens, vorausgesetzt, man hat erstens eine Idee, zweitens einen Plan und drittens talentierte Leute. Aus einem Mangel oder Bedürfnis entsteht die Idee, aus dem Herausfinden der Maßnahmen der Plan und aus dem gezielten Einsatz der Talente entstehen die erforderlichen Leistungen. Das Ganze hat einen erwünschten Nebeneffekt: Durch die Arbeitsabläufe kommt jeder seinem Berufsziel näher. Denn wer etwas leistet, lernt, erlebt und gewinnt. 5. Wen hatte die Klasse nötig, um ihr Ziel zu erreichen? Die Lehrerin und den Rektor.............................................. Die Eltern und das Gemeindeoberhaupt............................ Niemanden außer die eigenen Fähigkeiten........................ 6. Was hatte die Klasse am Ende gewonnen? Tickets für ein Popkonzert................................................. Selbstachtung und Aufmerksamkeit.................................. Eine volle Klassenkasse...................................................... Lösungswort: Aufgabe 2, TEST 1 (Lösung siehe Seite 17) 1. Wie ist das gemeinsame Projekt Melide entstanden? Durch den Impuls von Judith............................................. Durch eine Fernsehsendung.............................................. Durch die Idee einer anderen Klasse.................................. 2. Was musste die Klasse tun, um ihr Ziel zu erreichen? Irgendwo beginnen, und alles ging automatisch................ Einzig dem Projektleiter hinterher laufen............................ Einen Wie-, Wer-, Wo-, Was-Plan erstellen......................... 3. Was war ganz wichtig, um nach Melide zu kommen? Den Zugfahrplan nach Bern zu kennen.............................. Für Leistungen Gegenleistungen zu erbringen................... Die Eltern um Geld anzupumpen....................................... 4. Wie konnten die erforderlichen Leistungen erbracht werden? Durch den Einsatz einzelner Talente................................... Durch das Zufallsprinzip.................................................... Mit Hilfe eines Lexikons..................................................... E L O K W R G F N O E A H C L V G P

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