20 Talentcoaching-Heft 1: Vorbilder Folge deinem Herzen Heidis Lehr- und Wanderjahre Kurzfassung nach Johanna Spyri Nach dem Tod ihrer Mutter lebt Heidi vier Jahre lang bei ihrer Tante Dete. Doch diese lockt ein Angebot nach Frankfurt, so dass sie Heidi, die ihr dabei lästig wäre, zu ihrem Großvater auf die Alp schickt. Dem Alp-Öhi missfällt das lieblose Verhalten der Tante Dete. Um Heidi von der Bosheit der Welt abzuschirmen, lässt er es jeden Tag mit dem Geißenpeter und seinen Ziegen auf die oberen Weiden ziehen. Heidi blüht auf in dieser prächtigen Bergwelt. Und mit seinem sonnigen Gemüt bringt es auch Licht in das Leben von Peters blinden Großmutter. Eines Tages besucht der Pfarrer den Alp-Öhi. Heidi ist nun sieben Jahre alt und muss zur Schule gehen. Doch dazu kommt es nicht. Gleichentags erscheint auch Tante Dete, willens, Heidi als Gesellschafterin der gelähmten Klara nach Frankfurt zu nehmen. Mit der Option, jederzeit wieder zum Alp-Öhi zurückzukehren, willigt Heidi ein. Anstelle von Bergen, grünen Wiesen und rauschenden Tannen erwarten sie eine graue Stadt und Fräulein Rottenmeier, eine tyrannische Gouvernante. Klara hingegen erweist sich als liebenswerte Freundin und auch ihre Großmutter und der Diener Sebastian sind Heidi wohlgesinnt. Ebenso weiß Herr Sesemann, Klaras Vater, Heidis wohltuende Gegenwart für seine Tochter zu schätzen. Doch Heidi wird vom Heimweh zusehends krank, bis dass der Doktor, ein Freund des Hauses, ihre Heimreise anordnet. Wieder auf der Alp, wird Heidi schnell gesund und geht nun zur Schule. In der Folge bringt sie auch dem Geißenpeter das Lesen und Schreiben bei. Täglich erwartet sie den Besuch von Klara. Stattdessen kommt der Doktor, dessen einzige Tochter gestorben ist, um etwas Seelenfrieden zu finden. Von Heidi aufgemuntert und den Bergen gestärkt, kehrt er nach Frankfurt zurück. Durch seine Erzählungen ermutigt, reisen endlich auch Klara und Großmutter Sesemann auf die Alp. Was Heidi unendlich freut, stört den Geißenpeter umso mehr. Aus Angst und Wut, Heidi an Klara zu verlieren, stößt er deren Rollstuhl den Berg hinunter, wo er zerschellt. Doch Klara, gekräftigt durch die Pflege des Großvaters und die gute Luft, lernt dadurch, auf ihren Füssen zu stehen. Herr Sesemann, der eines Tages auf der Alp erscheint, traut seinen Augen nicht, als ihm Klara aufrecht entgegenkommt. Aus Dankbarkeit verspricht er dem Alp-Öhi, dass er und der Doktor sich bis ans Lebensende um Heidis Wohl kümmern werden. Außerdem darf sie jeden Sommer den Besuch von Klara erwarten, die schweren Herzens nach Frankfurt zurückkehrt. Am Ende stehen alle auf der Seite des Glücks, herbeigeführt durch Heidis Frohnatur und ihr aufrichtiges Wirken. Vorbilder: Aufgabe 9 Wer seine Talente kennt, gewinnt. Berühmte Figuren aus der Geschichte, erfunden oder nicht, haben fast immer etwas gemeinsam: Sie folgen ihrem Herzen. Nur so holen sie aus sich heraus, was ihre Persönlichkeit ausmacht: Die ureigenen Fähigkeiten. Anhand der Heidi-Geschichte kann sich jede Schülerin, jeder Schüler etwas bewusster werden, wo die eigenen Talente liegen. Denn nur das Wissen um unsere Fähigkeiten ermöglicht es uns, bestimmte Arbeiten für bestimmte Leute in optimaler Weise zu verrichten. Da liegt das Berufsziel.
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