TALENTCOACHING-Heft Nr. 1: Vorbilder

18 Talentcoaching-Heft 1: Vorbilder Chance Jeder hat eine Chance B Der Ermutigte. Hannes kam aus einer ganz normalen Familie. Sein Vater hatte sich eben erst selbständig gemacht und seine Mutter unterstützte ihn dabei. Hannes ging noch zur Schule, war aber auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Eines Tages kam er mit einem verletzten Kätzchen nach Hause. Seine Mutter half ihm, die wunde Pfote zu versorgen. Doch Hannes war immer noch bedrückt. Seine Klassenkameraden hatten ihn ausgelacht, weil er sich so fürsorglich um das Kätzchen gekümmert hatte. »Was interessieren dich die anderen«, sagte seine Mutter, »wenn du mit Tieren umgehen kannst, ist das ein Kapital, keine Schwäche.« Hannes musste ihr Recht geben. Das ging oft so. Hannes hatte viele Neider. Nicht etwa, weil er das neuste Handy besaß oder chice Kleider trug. Er war zufrieden mit sich selber und hatte eigene Interessen. Dazu gehörten auch seine regelmäßigen Besuche bei einem benachbarten Bauern, dem er gerne zur Hand ging. Abends kam Hannes dann mit frischen Eiern oder einem Korb voll Äpfeln nach Hause. Irgendwann trat er humpelnd zur Tür herein und lachte in die besorgten Gesichter seiner Eltern: »Kleiner Arbeitsunfall. Eine Kuh ist mir auf den Fuß gestanden, doch es war mein Fehler. Der Bauer hat mir erklärt, wie ich das vermeiden kann. Dann klopfte er mir auf die Schultern und lobte mich für meine Hilfe.« Nicht nur Hannes, sondern auch seine Eltern merkten allmählich, dass der Umgang mit Tieren für ihn eine Berufung war. Hannes musste nicht mehr weit suchen, um die passende Berufsausbildung zu finden. Vorbilder: Aufgabe 8 Wer seine Talente kennt, gewinnt. Es gibt Menschen, die wir gerne um uns herum haben und andere, die wir lieber meiden. Diejenigen, die man mag, sind meistens gut gelaunt, aufmerksam, reden keinen Unsinn und machen einem nichts vor. Sie sind sich selber. Das gelingt allerdings viel besser, wenn man weiß, was man kann. Wer seine Fähigkeiten kennt, muss nicht aufschneiden. Wer etwas gut beherrscht, muss niemandem was vormachen. Wer selber was erschaffen hat, kennt keinen Neid. Doch von nichts kommt nichts. Wer seine Talente kennt, kann im einem oder andern richtig gut werden. Außerdem erleichtert es die Berufswahl und schließt aus, dass man irgendwann vierzig Stunden in der Woche eine Arbeit verrichtet, die einem in keiner Weise entspricht. 4. Wer oder was motivierte ihn beim Umgang mit Tieren? Lob und Ermutigung seiner Mutter und des Bauern........... Dass er mit Niemandem reden musste............................... Dass er in dieser Zeit den Hausaufgaben entging............... 5. Was könnte eine passende Lehrstelle für ihn sein? Augenoptiker.................................................................... Landwirt oder Tierpfleger.................................................. Kraftfahrzeugfahrer........................................................... Lösungswort: Aufgabe 8, TEST 1 (Lösung siehe Seite 24) 1. Was hat die Mutter Hannes vorgelebt? Nie nach Rechts oder Links schauen.................................. Hilfe zu leisten, wenn man kann........................................ Dass tolle Kleider wichtig sind........................................... 2. Was hat ihm seine Tat mit dem Kätzchen gezeigt? Dass Mitgefühl eine Fähigkeit ist....................................... Dass junge Tiere Mädchensache sind................................. Dass Helfen nur Zeitverschwendung ist.............................. 3. Was hat Hannes beim Bauern gelernt? Wie man Kirschen umsonst kriegt..................................... Wie man einen Mähdrescher bedient................................ Wie man sich einen Korb Äpfel verdient............................ T S P P I A M H A S K G O S B

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